Wonder Woman jetzt bei 93% auf Rotten Tomatoes

Na, das hört sich ja mal schon bedeutend vernünftiger an als die vormals 97%, die die Superheldin auf eine Stufe stellte mit Casablanca und Lawrence von Arabien. Damit ist Wonder Woman auch nicht mehr der am höchsten bewertete Superheldenfilm (The Dark Knight 94%).

Wie auch immer, das ganze Internet ist dennoch begeistert von der Amazonenprinzessin. Die Frage, die sich der Blogbetreiber stellt, ist nun: Warum? Irgendwie vermochten mich die Youtube-Film-Nerds und Filmjournalisten mit ihren Reviews nicht so recht zu überzeugen, weil sie nicht einleuchtend und nachvollziehbar erklären, WAS GENAU Wonder Woman denn nun eigentlich besser macht als die meisten anderen Comic-Verfilmungen, insbesondere die grausligen Superman-Filme von Zack Snyder. Bis ich den Review von RedLetterMedia anguckte, danach dämmerte es mir langsam. Schlicht gesagt: Wonder Woman ist so, wie sich ein Superheldenfilm gehört.

In so gut wie allen Superhelden-Filmen der letzten 20 Jahre steht nicht der Superheld im Vordergrund, sondern ein Mensch. Selbst in den besseren Superheroe-Movies wie Sam Raimis Spider-Man-Teilen geht es immer um das (räusper) „menschliche Drama“: Peter Parker versucht mit der Schuld am Tod seines Onkels fertig zu werden und kriegt das mit seiner Freundin Mary-Jane auch nicht so richtig hin. Die Superhelden-Action sind da immer nur Beiwerk; der Fokus ist immer irgendein zwischenmenschliches Gewurschtel.

Man of Steel und Batman v Superman sind da ganz besonders negative Beispiele, weil dort die „menschlichen Dramen“ komplett lächerlich, aufgesetzt und unglaubwürdig wirken. Dazu kommt auch noch, dass in den Zack-Snyder-Filmen die „Helden“ mehr Menschen auf dem Gewissen haben als sie letztendlich retten.

In Wonder Woman allerdings tut die Heldin das, was eine Superheldin nun mal tut, nämlich das Leben Unschuldiger retten. Das ist in diesem Film der Fokus, das ist die Hauptmotivation der Titelfigur. Und endlich, ENDLICH wieder mal ein Superheldenfilm, in dem der Held kein Jammerlappen ist, der es als total frustrierende Bürde und Belastung empfindet, ein Superheld zu sein.

Das ist vermutlich der Grund, warum sich Wonder Woman gerade zu einem der erfolgreichsten Superhelden-Filme entwickelt, sowohl an der Kinokasse als auch bei den Kritikern. Und das ist ja eigentlich ein Grund zur Freude, denn möglicherweise nimmt sich Hollywood jetzt auch an Wonder Woman ein Beispiel für zukünftige Filme: die Leute haben todernste, düstere Super-Jammerlappen satt, sie wollen bunte Helden mit positiver Message. Siehe Marvel.

Übrigens gehe ich hier nicht auf einen Punkt ein, den viele, wenn nicht sogar die meisten Reviews erwähnen, nämlich das Frauenthema: die erste erfolgreiche Verfilmung mit einer SuperheldIN und mit einer Frau auf dem Regiestuhl. Ich ignoriere das, weil das MBMN überhaupt keine Rolle spielt. Wenn jemand einen guten Film abliefert, ist es mir doch völlig schnuppe, wessen Geschlecht die Titelfigur oder der Regieseur ist.

Wonder Woman: 97% auf Rotten Tomatoes

Zur Info: Auf rottentomatoes.com werden Filme bewertet. In Wikipedia-Einträgen zu Filmen wird sehr häufig die Bewertung des jeweiligen Films durch RT genannt. Online-Filmkritiker zitieren ebenfalls ziemlich oft das RT-Urteil. Warum wir Webseiten wie RT für eine äußerst unzuverlässige Instanz zur Beurteilung von Filmen halten, hatten wir hier schon mal angedeutet. Und um dieses Argument zu unterstreichen, kommt das RT-Urteil zum neuen Film Wonder Woman wie gerufen.

RT gibt Wonder Woman 97%. Wissen Sie, welche Filme noch 97% bei RT haben? Hier  eine Auswahl:

  • Casablanca (1942)
  • Lawrence of Arabia (Lawrence von Arabien, 1962)
  • The Good, the Bad and the Ugly (Zwei Glorreiche Halunken, 1966)
  • Jaws (Der Weiße Hai, 1975)
  • Alien (1979)

Hier ein paar Filme, deren RT-Bewertungen UNTER 97% liegt:

  •  Psycho (1960)
  •  The Birds (Die Vögel, 1963)
  •  Gone With the Wind (Vom Winde Verweht, 1939)
  •  Arrival (2016)
  •  The Matrix (1999)
  •  Pulp Fiction (1994)
  •  Star Wars (Krieg der Sterne, 1977)
  •  Terminator 2: Judgment Day (Terminator 2 – Der Tag der Abrechnung, 1991)
  •  2001: A Space Odyssey (2001 – Odysee im Weltraum, 1968)

Ich buchstabier das mal: RT reiht Wonder Woman in die FILMKLASSIKER ein. Laut RT ist Wonder Woman VERGLEICHBAR mit ewigen Klassikern wie Casablanca und Lawrence von Arabien. UND: Wonder Woman ist BESSER als die meisten Hitchcock-Filme, sowie weitere Filmklassiker wie Pulp Fiction, Krieg der Sterne und Vom Winde Verweht.

Wau.

Aber damit nicht genug. Betrachten wir Wonder Woman mal im Vergleich zu anderen Superhelden-Filmen. Laut RT ist Wonder Woman BESSER als:

  • Logan (2017)
  •  Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)
  •  Captain America: Civil War (2016)
  •  Doctor Strange (2016)
  •  Guardians of the Galaxy (2014)
  •  X-Men: Days of Future Past (2014)
  •  Captain America: The Winter Soldier (2014)
  •  The Dark Knight (2008)
  •  Marvel’s The Avengers (2012)
  •  Iron Man (2008)
  •  Spider-Man 2 (2004)
  •  Deadpool (2016)
  •  Batman (1989)

… ich breche die Liste hier mal ab. Die Liste ist eigentlich sowieso sinnlos, denn Wonder Woman ist der bisher am höchsten bewertete Superheldenfilm auf RT. Ich persönlich halte ja The Dark Knight und Guardians of the Galaxy für die besten Superhero-Movies aller Zeiten, aber was weiß ich denn schon.

Jetzt mal ehrlich

Wozu ist ein Filmbewertungsportal, das solche Bewertungen abliefert, überhaupt nutze? Und warum wird es auf Wikipedia-Seiten ernsthaft als Bewertungsautorität genannt? Vielleicht täusche ich mich, und Wonder Woman verdient es tatsächlich, in den Olymp der besten Filme aller Zeiten aufgenommen zu werden. Ich kann es nicht sagen, ich habe den Film nicht gesehen. GLAUBEN kann ich die RT-Bewertung allerdings nicht.

Na, schau mer mal.

Alien: Covenant – ich sag’s mal so (spoilerchen):

Lassen Sie mich das hier nur ganz schnell runtertippern, weil der Film verdient eigentlich keine Aufmerksamkeit. Ist ein „egaler“ Film. Gehen Sie stattdessen lieber in Guardians 2. Achtung, SPOILERALARM!

Für die Alien-Nerds unter uns

Michael Fassbender, oder welchen Androiden er da auch immer gerade darstellt, KANN das Xenomorph nicht designt haben. Grund: In Alien (1979) finden die Astronauten ein Raumschiff, und sie stellen fest, dass der Pilot dieses Raumschiffes ein Fossil ist. Sie äußern explizit und für jeden deutlich hörbar, dass der „Pilot“, auch bekannt als „Space Jockey“, „versteinert“ ist.

Versteinert. Fossilisation, so der Fachbegriff, dauert Jahrmillionen. Das bedeutet: Das, was die Astronauten in Alien 1979 finden, liegt da schon seit Millionen von Jahren. Inklusive Alien-Eier.

Laut Alien: Covenant aber erst seit quasi gestern. Außerdem legt jetzt keine Alien-Königin mehr die Eier (Aliens 1986), aus denen die Facehugger rausgesprungen kommen, sondern Michael Fassbender.

Das, liebe Kinobesucher und Filmfans, ist Midichlorianer-Niveau, und damit will ich nix zu tun haben. Vielleicht bespreche ich den Film mal irgendwann im Detail, aber so wie es aussieht, bleiben Alien und Aliens vorerst die einzigen beiden empfehlenswerten Alien-Filme.

Eine sehr einfache Rechnung. Quasi „idiotensicher“.

Ich .. ich … kann nicht. Ich kann nicht in einem Land leben, wo solche Wahlplakate hängen. Und der Allmächtige weiß: Ich habe es versucht! Aber ich schaff es einfach nicht. Verzeih mir, Deutschland, aber ich bin nicht doof genug. Ich wünsche mir so sehr, ich wär’s.

Wikipedia Wars – Round 1: Von Schlafsack zu Guardians of the Galaxy 2

Erstmal zur Erklärung: Wikipedia Wars ist ein lustiges Spiel für 1 oder mehrere Personen. Man braucht nur das Internet dazu. Inhalt / Ziel des Spiels: Mit möglichst wenigen Klicks von der Wikipedia-Seite des Begriffs A zur Wikipedia-Seite des Begriffs B zu kommen. Dabei dürfen nur die blauen Links im Inhaltsteil der Seiten verwendet werden – nicht die Navigationsleiste auf der linken Seite, oder gar die Wikipedia-Suchfunktion. Ebenfalls nicht erlaubt ist die Suchfunktion des Browsers (Strg F). Wenn man sich verirrt hat und wieder zur vorangegangenen Seite zurück möchte, gilt das auch als Klick.

Die heutige Herausforderung: Von „Schlafsack“ zu „Guardians of the Galaxy 2“! Als Beispiel, wie das Spiel funktioniert. Inklusive strategische Gedankengänge des Blogbetreibers. Aber versuchen Sie es doch erstmal selber, bevor Sie weiterlesen.

Here we go!

Auf der Seite „Schlafsack“ ist bestimmt auch die Rede von Materialien. Und da gibts wahrscheinlich welche, die in der Raumfahrt entwickelt wurden … Nicht ganz, aber so ähnlich: Immerhin die Info, welche Art von Schlafsack Astronauten benutzen. Bingo! Also: Klick 1: „Raumfahrer“.

Auf der Seite „Raumfahrer“ suche ich nach Raumfahrt-Verfilmungen. Pech, gibts nicht. Aber: Es gibt eine Liste von berühmten Raumfahrern, u.a. James Lovell, dem Commander der Apollo-13-Mission. Klick 2: „Apollo 13“.

Auf der Seite „Apollo 13“ gibt’s natürlich einen Link zum gleichnamigen Film. Klick 3.

Regie führte bei Apollo 13 „Ron Howard“. Klick 4.

Ron Howard drehte u.a. auch „Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen“. Klick 5.

In diesem Film spielt auch Kurt Russel mit. Klick 6.

Der auch in „Guardians of the Galaxy 2“ mitspielt. Endstand: 7 Klicks.

Können Sie’s schneller? Oder möchten Sie eine neue Herausforderung? Hier:

Kaugummi – Regentonne

(is nich so leicht!)