Was ging da ab im Regieraum von Peter’s Pop-Show 1986 bei Kim Wilde’s Hupen?

Der Blogbetreiber wurde dereinst eingeladen, an der Facebook-Gruppe DIE SCHEISSTESTE MUSIK WO GIBT teilzunehmen. Die Musik-Clips, die sich die Leute dort gegenseitig um die Ohren hauen, gehen auf keine Kuhaut. Sie machen sich wirklich keine Vorstellung. Ich verlinke hier jetzt nicht dahin – zu Ihrem eigenen Schutz.

Sie, werte Besuchsperson, denken bei dem Begriff DIE SCHEISSTESTE MUSIK WO GIBT wahrscheinlich so in Richtung Schlager im Allgemeinen. Oder Modern Talking. Oder Ententanz, wasweißich. Aber: Sie haben ja keine Ahnung. Verbringen Sie mal ne Weile in dieser Facebook-Gruppe. Sie verändert Ihre Wahrnehmung, insbesondere Ihre musikalische. Diese Gruppe verwandelt Sie in einen glühenden Fan von Milli Vanilli und Andrea Berg und was Ihnen jetzt grad noch so in Ihrer gesegneten Ahnungslosigkeit einfällt.

Folgenden Clip, beziehungsweise eine ganz kurze Einstellung daraus, würde ich gerne, kann ich aber nicht in dieser Gruppe ausstellen, weil er eine durchaus akzeptable musikalische Darbietung einer durchaus talentierten Sängerin zeigt. Der Clip würde das eigentliche Thema der Gruppe verfehlen. Daher für Sie exclusiv, sozusagen von der Resterampe meiner Recherchen für diese Gruppe:

Die Hüpfhupen der Kim Wilde

Am Wochenende haben wir (Blogbetreiber plus handverlesene Gäste, a.k.a. Saufkumpane) uns köstlich am Boden gekugelt über diesen 1-sekündigen Ausschnitt. Vielleicht möchten Sie mitkugeln. Er passiert in diesem Video, und zwar in Sekunde 32.

Falls Sie gerade auf der Arbeit oder ansonsten kein Anhänger der 80er-Kim-Wilde sind (für mich persönlich unvorstellbar, beides), oder aus anderen Gründen das Video nicht anschauen möchten oder können, hier eine Textzusammenfassung.

Es handelt sich um eine Vollplayback-Darbietung der britischen Pop- und/oder Rock-Sängerin Kim Wilde, die ihren Höhepunkt … Entschuldigung … deren KARRIERE ihren Höhepunkt so in den 1980ern hatte. Frau Wilde, die im Jahr der Aufzeichnung dieser Ausstrahlung (1986) 25 Jahre alt war, tanzt zur Playback-Musik und bewegt die Lippen zu ihrer voraufgezeichneten Stimme, und zwar zu einem ihrer größten Hits namens „You Keep Me Hanging On“. Der, und ich wette, das wussten Sie nicht, eine Coverversion des gleichnamigen Songs der Supremes aus dem Jahr 1966 war.

Was ich damit sagen will: Es ist alles nur Show in Peter’s Pop-Show. Peter’s Pop-Show war eine nächtliche ZDF-Sendung für junge Leute in den 80ern. Die lief gelegentlich Samstag Nacht. Wenn wir entweder zu jung waren, um so spät noch fernsehen zu dürfen, oder alt genug, um samstags in die Diskothek oder auf Kellerparties zu gehen, statt fernzusehen. Auch damals schon hat das ZDF junge Leute gehasst wie die Pest.

Nun ja, jedenfalls. Da wackelt also die Wasserstoffblondine im hautengen Schwarzen, a.k.a. Kim Wilde, auf der Bühne umher. Und wie das so ist, wenn Weiber wackeln, wogen wonnige Wülste unter dem engen Schwarzen halt mit. Einfache Physik. Trägheit der Massen. Da machste nix.

Womit wir zur Sekunde 32 dieser Videoaufzeichnung kommen. Hier wird für genau eine Sekunde eine Großaufnahme der Wackelhupen der 25-jährigen gesendet. Wozu genau? Was sagt uns das Zuschauern?? Wie hat man sich das vorzustellen im Regieraum von Peter’s Pop-Show? Hat da der Regisseur gesagt

„Und die 2 geht jetzt auf die Titschmöpse!

Uuuund … auf die 2!

… und jetzt wieder zurück zur 3!“

??

Hier unsere Vorschläge zu den Soundeffekten, die die Bildregie von Peter’s Pop-Show eigentlich unbedingt hätten einspielen müssen bei dieser einen Sekunde:

1. Der Kuckuck-Soundeffekt

2. Der Oldtimer-Autohupe-Soundeffekt

3. Der Boijoijoing-Soundeffekt

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Die allererste Folge von Late Night With Conan O’Brien

… die man jetzt ganz legal auf Youtube angucken darf, zeigt deutlich: Es ist ne Menge Zeit vergangen seit dessen Erstausstrahlung im Jahre 1993. Es ist ganz peinlich und fremdschäm-furchtbar, das muss man echt sagen. Aber … aber bevor wir zum Aber kommen, hier erstmal das Video.

LOL. Da gibt’s echt Leute, die auf „Gefällt mir nicht“ geklickt haben. LOL.

Wie auch immer. Falls Sie das nicht wussten, und damit kommen wir zu dem Aber von vorhin: Für Ihren werten Blogbetreiber ist Conan so ne Art Gott. Es gibt nur GANZ wenige Menschen, die auch nur ansatzweise so lustig sind wie Conan O’Brien. Wir reden hier fast schon von John-Cleese-Niveau. Nur ohne das Niveau. Conan ist der lebendig gewordene Kasper. Und er hat Gag-Schreiber für seine Show, die eindeutig durch die Monty-Python-Schule gegangen sind. Ich würde Ihnen hier jetzt gerne ein paar Ausschnitte aus seiner NBC-Zeit zeigen, aber leider hat mir Google im Namen von NBC schon mehrfach die Löschung meines gesamten Youtube-Channels angedroht, sollte ich das nochmal versuchen (kein Witz).

Falls Sie das auch nicht wussten: Conan O’Brien war Simpsons-Autor, bevor er den Job als Late-Night-TV-Host angenommen hat. Er hat einige der besten Simpsons-Folgen aller Zeiten geschrieben und produziert: New Kid on the Block, Marge vs. the Monorail, Homer Goes to College, Treehouse of Horror IV.

Im Vergleich mit Conan O’Brien ist Torsten Sträter (den ich ungelogen für den lustigen Deutschen der Welt halte) so lustig wie warmes Wurstwasser. Oder wie sehen Sie das?

Ach so. Wahrscheinlich kennen Sie Conan O’Brien gar nicht. Oder sie kennen, aber hassen ihn. Auch gut.

Wissen Sie, was Quatsch ist? Tiefkühlbrötchentütenrückseitenzubereitungsanweisungsbedruckungen!

Echt jetzt, Blogbetreiber? Du wärmst hier (buchstäblich) solche superollen Kamellen auf, mit denen unsere Omma uns schon genervt hat?

Gerade deshalb tue ich es, Kursivschrift! Weil dieser Missstand schon so lange existiert, aber keiner regt sich mehr drüber auf! Als müsste irgendein Scheiß nur lange genug existieren, und wir nehmen ihn irgendwann hin und geben einfach auf?? Nicht in diesem Blog, Baby!

Aber ein bisschen sehr trivial ist dieser Beitrag schon. Egal. Also. Sonntag Morgen. Im Brotkasten nur noch eine schimmelige Restkruste. Fuck. Zwei Optionen: A) Aufbackbrötchen aus dem Tiefkühlfach, B) zum Dorfbäcker reiten. Aber da der „Dorfbäcker“ gar kein richtiger Bäcker ist, sondern nur so’n Franchise-Nehmer,  im Grunde also auch nur Tiefkühlbrötchen verscheuert, wählen wir Option A.

Nun erinnern wir uns dunkel, dass Tiefkühlbackwerk zu jenen Frostprodukten zählt, für die man unter Umständen den Backofen nicht vorheizen muss. Oder sogar, nicht darf, weil man sonst Klumpen kriegt, die außen verkohlt, aber innen noch Eis sind. Das ist aber von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Da hilft nur ein Blick auf die Zubereitungsanweisungen. So, guckst du hier, Besuchsperson.

Are you fucking kidding me, Kornmühle? Wer soll das denn lesen können? Zwergameisen? Ich hab eine Euromünze neben die Zubereitungsanweisungen gelegt, zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse. Egal, wieviele Brillen ich aufsetz, und unter welche Scheinwerfer ich die Tüte lege: die Schriftgröße ist und bleibt eine komplette Unverschämtheit. Die einzige Möglichkeit, festzustellen, ob ich den Ofen vorheizen muss oder nicht, war, mit meinem Handy dieses Bild zu machen:

Hier meine Frage, Kornmühle: Wieso ist im oberen linken Quadranten der Tütenrückseite so viel … Nichts (gelbes Nichts), während kritische Gebrauchsinformationen in der kleinstmöglichen Schriftgröße, der modernste Nano-Printer überhaupt fähig sind, drauf gedruckt sind? In Fontgröße Negativ 12?? Und ich zeige Ihnen hier noch nicht mal, wieviel Platz erst auf der Vorderseite dieses Beutels wäre!

Werden Sie nun Zeuge von meinen unfassbaren, magischen Photoshop-Fähigkeiten! Ich werde Ihnen nun demonstrieren, wie man Tiefkühlbrötchentüten bedrucken könnte, würde man seine Kunden nicht abgrundtief hassen:

Ok, ich hab gelogen. Das letztes Bild hab ich gar nicht mit Photoshop gemacht, sondern mit Paint. Aber sonst ist alles wahr.

Über and about Uncle Jazz

English translation below.

Ihr geneigter Blogbetreiber hat neben dem Bloggen (und Video-Spiele spielen) (und Filmreviews zu tippen, die keiner liest) noch ein (und kochen) weiteres Hobby, und das ist, hilflos auf Plastik-Tasten-Instrumenten rumzukloppen. Man nennt das auch „elektronische Musik“, oder, damit es weniger bemitleidenswert klingt, „Synthwave“.

Lalla machen mit nem Stromklavier. Und während er seine diesbezüglichen, hilflosen Videos online stellte, wurde der Blogbetreiber überraschend von einer lokalen Kult-Jazz-Legende aus Brooklyn, New York, via Facebook angefunkt. Der Mann heißt Charles Telerant. Das ist jetzt 2 Jahre her, und seitdem unterhalte ich mich lustig mit Mr Telerant auf Facebook.

Ich nenne ihn immer „Uncle Jazz“. Es ist mir einerseits total peinlich, dass er überhaupt mit mir redet, weil ich nicht nur, aber insbesondere musikalisch, ein totaler Stümper bin. Aber Uncle Jazz zeigt und erklärt mir immer sehr geduldig total interessante musikalische Sachen – mir, irgendeinem Arschloch aus Deutschland. Ich weiß bis heute nicht, wie ich zu dieser Ehre komme, aber ich bin dankbar und schätze mich glücklich für jede einzelne Zeile, die er mir auf Facebook zukommen lässt.

Your dear blogdude has another hobby besides blogging (and playing video games) (and writing movie reviews noone reads) and that (and cooking) is: helplessly jamming around on plastic piano keys. Also called „electronic music“, or, to make it sound less pathetic, „Synthwave“.

Desperately trying to make music with a plastic thing. And while uploading his videos showing that, suddenly the blogdude got talked to by a local Brooklyn jazz legend by the name of Charles Telerant. That was 2 years ago, and ever since then, me and Mr Telerant continue to have great conversations on Facebook.

I always call him „Uncle Jazz“. On one hand, the fact that he even bothers to talk to such an untalented, pathetic fraud like me makes me feel ashamed of myself. On the other hand, I totally enjoy the music things he shows and explains to me very patiently – to me, some German asshole. Until this very day, I have no clue why someone of his league would even bother to waste time on my dumb ass. But I am so very thankful and consider my ass very lucky for every line he shares via Facebook.

Batman v Superman, kürzlich auf Pro7

Ihr werter Blogbetreiber ist aufgewachsen mit Superhelden-Comics. Ich hab mein Taschengeld in den 70ern für nix anderes ausgegeben. Nun weiß ich nicht genau, für was Zack Snyder, der Regisseur, sein Taschengeld ausgegeben hat. Man of Steel war grauslig. Daher hab ich für dessen Fortsetzung Batman v Superman keinen müden Penny in die DVD investiert, nicht mal für 2,99 am Grabbeltisch. Die kürzliche Pro7-Ausstrahlung dieses diffusen Lichtspiels hat mich in dieser Entscheidung mehr als bestätigt.

Batman v Superman – YAWN of Justice

Wie immer bin ich ein bisschen spät dran mit meiner Film-Meinung, und auch diesmal will ich nicht nur einfach alles wiederholend zusammenfassen, über das sich die Internetgemeinde eh schon seit Jahren echauffiert. Hier nur ein paar zusätzliche, persönliche Gedanken.

Spoiler Alert

1. Wie oft müssen wir den Waynes noch beim Sterben zugucken?

In den ersten paar Minuten des Films: Wir sehen zum 100.000sten Mal, wie die Eltern von Bruce Wayne erschossen werden. Fast eins-zu-eins gedreht wie in Batman Begins. Und schön alles in pseudo-dramatisierender Zeitlupe. Der Film ist ja ansonsten nicht lang genug mit seinen 2 Stunden und 31 Minuten (und das ist nur Kinofassung. Was für eine Hölle muss die „Ultimate Edition“ mit über 3 Stunden sein!). Frage: Wir alle können Batmans Entstehungsgeschichte auswendig rückwärts singen. Ich schwöre Ihnen, werte Besuchsperson, es ist wahr: Selbst meine Mudder kennt sie. Sie hat es im Batman 1989 gelernt.

Und selbst WENN wir davon ausgehen, dass Batman v Superman von einem nichtsahnenden Millenial, der noch nie was von Batman gehört hat, angeguckt wird: Was soll ihm diese Szene sagen? Sie hilft in keinster Weise, irgendwas zu verstehen, was in dem Film passiert. Aber Zack Snyder wäre nicht Zack Snyder, wenn er in seinem zweieinhalb-Stunden-Epos diese völlig sinnlose Zeitlupenszene eine Stunde später in einem Flashback nicht einfach nochmal wiederholen würde!

2. Der Foto-Film

Ein Foto-Reporter wird dabei ertappt, wie er ein Ortungsgerät in ein geheimes Terorristen-Camp schmuggelt. Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Einer der Badguys fordert den Fotografen auf, seine Kamera auszuhändigen. Nein. Die werden doch nicht … Doch, sie taten es. Der Bandit entreisst dem Fotografen die Kamera und zerrt aus dieser … *luftschnapp* … einen Foto-Film aus den 80er-Jahren heraus.

Sie wissen schon, diese kleinen, schwarzen Plastikdöschen, aus denen man einen schwarzen Streifen rausziehen konnte, der am oberen und unteren Rand perforiert war. Keuch. Ein Belichtungsfilm. Spätestens da war mir klar, in was für einer Art von Film ich da geraten war. Entschuldige mal, Film: eben hast du noch erfolglos versucht, den Millenials Batman zu erklären, aber jetzt setzt du voraus, dass junge Leute kapieren, wenn man schwarze Plastikdöschen aus Fotoapparaten rausreißt???

Aber nicht nur das. Der Wüstenschurke schmeisst das Filmdöschen auf den Boden und stampft drauf. Dadurch kommt ein ganz feines, schwarzes Gerät mit winzigen, schwarzen Antennen zutage, das nicht nur nicht von dem brutalen Zerstampfer beschädigt wurde, nein! Es hat auch noch ein deutliches, rotes „Blink-Blink-Blink-nimm-mich-zur-Kenntnis“-Licht dran.

WELCHES IM TAKT EINES AKUSTISCHEN BIEP-BIEP-BIEP AUFLEUCHTET.

Ächz. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, mit Worten zu beschreiben, wie bescheuert das alles ist. Und dann kommt Superman, der Lois Lane aus den Fängen der Terroristen rettet. Sich aber offenbar zu fein war, den Fotoreporter, der 30 Sekunden davor von den Badguys per Kopfschuss hingerichtet wurde, vor dem Tod zu bewahren. Ja, danke, Superman.

Und es sind bisher noch nicht mal 10 Minuten in diesem Film vergangen. Von 151.

3. Wir erpressen Superman!

Die ganze Idee von Batman v Superman beruht auf „Batman kämpft gegen Superman“. Wir müssen also die beiden IRGENDWIE dazu bringen, sich zu prügeln. Im dem Film erpresst Lex Luthor Superman dazu, Batman zu vermöbeln. Oder so ist es wohl konzptionell gedacht. Hier das, was im Film passiert.

Marc Zuckerberg als Dark-Knight-Joker für Arme, der Lex Luthor spielt, nimmt Supermans Mama als Geisel, und sagt zu Superman: „Töte Batman oder ich bring deine Mutter um!“. Nun, abgesehen von der Tatsache, dass der Film AN KEINER STELLE erklärt, warum Zuckerberg weiß, dass Superman Clark Kent ist, und wer seine Mutti ist: Was denkt er sich, was dabei rauskommen soll, wenn er versucht, Superman zu erpressen?

Wir hatten schon mal das Thema, dass Zack Snyder bestimmte Konzepte nicht versteht, z.b. „Leben und Tod“, aber mit sowas wie „Erpressung“ scheint er auch überfordert zu sein. Die Sache ist die: Superman ist nicht erpressbar.

Superman ist der mächtigste Mensch der Welt. Wenn der dich umbringen will, wird er dich umbringen – es gibt nichts, was du dagegen tun kannst. Egal, ob du ein Industrie-Boss, ein Terror-Lord oder das Oberhaupt irgendeines Staates bist, und egal, wie groß deine Armee und dein Waffenarsenal ist – Superman wird dich kriegen und dich auseinandernehmen. Wenn du irgendwas tust, was ihm nicht passt. Dazu gehört insbesondere, zu drohen, seine Mama zu killen. Superman zu erpressen endet unweigerlich mit dem eigenen Untergang. Das führt diese ganze Erpressungs-Sache völlig ad absurdum.

Nun stelle ich mir einen Superman vor, der sich dessen vollkommen bewusst ist. Und seinen Gegnern entsprechend entgegentritt. Was tut aber der Superman im Zack-Snyder-Film? Geht sofort heulend auf die Knie und kreischt „Bitte, bitte, Lex Luthor, tu meiner Mami nichts, ich mach alles, was du sagst, flenn, flenn, flenn!“ – Tschuldige, Film: Soll das ein Witz sein?

Dieser komplette Unfug wird als Motivation hergenommen, damit Superman gegen Batman kämpft. Obwohl das obendrein auch noch überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Der Film hat vorher schon eine Menge Zeit damit verbracht, uns die Motivationen von Batti und Sups zu erklären, einander nicht leiden zu können. Batti macht Sups für die Zerstörung Metropolis‘ verantwortlich, Sups hält Batman für einen gesetzlosen Mörder. Wozu also diese völlig hirnlose Mami-Erpressungs-Geschichte??

4. Gleichgültiger, sadistischer Batman

Ich will Sie hier jetzt nicht totnerden mit dem Dark-Knight-Batman aus den Comics, aber irgendwann in seinem Lebenslauf hat der desillusionierte, alternde Bruce Wayne genug davon, auf das Leben jedes kleinen Banditen Rücksicht zu nehmen, und fängt an, Leute auch mal umzubringen, um der „Gerechtigkeit“ genüge zu tun. Was er als jüngerer Batman immer zu vermeiden versuchte.

Diese Verwandlung findet so mal eben zwischen den Filmen statt. In The Dark Knight Rises haben wir noch den klassichen Batman, aber in Batman v Superman – PLÖPP – haben wir dann mal eben den Mörder-Batman. Ohne Erklärung.

Und dann bindet Batman den bereits deutlich besiegten, halbtoten Superman an ein Seil und schwingt ihn krachend durch Mauern. Ohne Grund. Nur aus Sadismus. Dann nimmt Batman einen großen Stein und will Supermans Kopf damit zertrümmern. Echt jetzt, Batman? Held meiner Kindertage? Wir zermanschen die Rübe des Gegners mit einem Felsen, wie ein Höhlenmensch? What’s wrong with you, Zack Snyder??

5. Totlangweilig

Das schlimmste Verbrechen des Films ist allerdings, dass er total langweilig ist, weil er so unverständlich ist. Batman kämpft gegen Superman – auf Pro7 – und ich hab währenddessen meine Socken sortiert und ein Bubble-Game auf meinem Tablet gezockt. Der Film vermochte es nicht, meine Aufmerksamkeit länger als 20 Sekunden am Stück auf sich zu ziehen. Insbesondere diese ganzen willkürlichen Traumsequenzen haben dazu geführt, dass ich nicht mehr wusste, ob die Szene, die ich gerade sehe, nun real ist oder nicht.

Die Superman-Sterbeszene hab ich auch nicht verstanden. Da rammt der Stählerne den Kryptonit-Speer, den er gar nicht in Lage hätte sein dürfen, überhaupt anzufassen (der Kryptonit-Kontinent aus Superman Returns lässt schön grüßen), in den Ork aus Herr der Ringe. Aus dem dann – von IRGENDWO HER – ein Stachel kommt, der Supie ersticht. Oh mein Gott, wie faul kann man als Drehbuchautor noch sein. Und als Superman-Original-Comics-Nerd weiß ich, dass Doomsday eine weit interessantere Figur als nur irgendein Brüllmonster ist.

Was regst dich so auf, Alter?

Es geht mir um dieses totale Verbraten von Filmstoffen. Filmisch sind Superman und Batman jetzt erstmal erledigt. Justice League hat nur die schon schrottreife Karre nochmal ordentlich gegen die Wand gefahren. DC ist für die nächsten paar Jahre verbrannt. Dabei war Wonder Woman so vielversprechend.

Der letzte neue Predator, Jurassic World 2, The Last Jedi, Ghostbusters, Terminator Genysis, Suicide Squad, Fan4stic, Alien Covenant, Robocop – alles gigantische Lizenzen, die Händen übergeben werden, die keinen Schimmer und keinen Plan haben, was sie damit machen sollen. Die Hauptsache ist aber anscheinend, dass sie SCHNELL IRGENDWAS machen, ohne Sinn und Verstand. Sonst werden die Aktionäre und die Bosse der Studios sauer!

Als würde man mir die Schlüssel für den neuen Formel-1-Mercedes in die Pfoten klemmen und mir ins Gesicht brüllen „Hier, steig ein und gewinn das Rennen!“ Ich: „Aber ich kann doch gar nicht Auto fahren!“ Die: „Egal, das Rennen startet in 5 Minuten, und du bist jetzt hier halt gerade der Einzige, der rumsteht! Du kriegst 10 Millionen, egal ob du gewinnst oder nicht!“. Da kann auch ein Zack Snyder schlecht Nein sagen. Würd ich aber ehrlich gesagt auch nicht.