Stand By Me Karaoke

Stand By Me, von Ben E. King, wurde ursprünglich 1961 veröffentlicht und kam zu erneutem Ruhm als Filmmusik zum gleichnaminge Kinoerfolg im Jahre 1986.

John Lennon hat den Song gecovert, außerdem Lemmy Kilmister (Motörhead), Maurice White (Earth, Wind & Fire), Muhammad Ali und Adriano Celentano. Da hat die Welt sicherlich auf eine Version vom Synthesaurus mit seiner Billigorgel gewartet.

Hier ist sie also. Viel Spaß beim Mitsingen. Oder besser, im Anbetracht des Schwierigkeitsgrads der Nummer, weil man nicht nur eine unheimlich soulige Stimme braucht, sondern auch ein ausgeprägtes Gespür für Intonation und Rhythmus: viel Glück!

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Bitch, are you for real?!

Wenn Sie regelmäßiger Besucher des CommuCon sind, wissen Sie vielleicht, dass, wenn dem Blogbetreiber die deutschen Worte ausgehen, um die Intensität seiner Gefühle auszudrücken, er gerne auf die britannische Idiomatik zurückgreift. Like, WTF???

Und wenn auf Facebook wieder mal jemand was ganz besonders Bescheuertes vom Stapel lässt, posten Sie einfach diesen 1,93-Sekunden-langen Clip:

 

Es handelt sich um einen kurzen Ausschnitt aus dem Blaxploitation-Film „Disco Godfather“, auch (so gut wie un)bekannt als „The Avenging Disco Godfather“. Wenn Sie den Clip mehrmals hintereinander abspielen, wird Ihnen auffallen, dass da eine gewisse Sprachmelodie und Rhythmik drinsteckt. Als Sprachsample ist das Ding auf jeden Fall extrem verkultbar.

Zwei neue Trailer von uralten Klamotten

Der erste wäre dann der Trailer zur zweiten Staffel der Netflix-Serie names „Star Trek“:

Das war grauenhaft. Ich kündige mein Netflix. Der Grund dafür, dass dieser Aussage kein Smiley folgt, oder ein anderes Zeichen für die Ironie dieser Aussage ist der, dass ich das komplett ernst meine. Ich kündige Netflix, Geld gespart, fuck you Netflix, fuck you Star Trek.

Der zweite ist: Godzilla – King of the Monsters

Dieser Trailer sieht so aus, als ob er die guten, alten, albernen Godzilla-Monster aus den 60ern hernimmt, und sie in moderner Technik gegeneinander antreten lässt. Das reicht mir völlig. Der Trailer bemüht sich krampfhaft, der Story irgendeinen Sinn zu geben. Das ist putzig, aber unnötig.

Die Hauptsache ist, dass die albernen Riesenmonster-Kämpfe aus meiner Kindheit, mit den Stuntmen in Gummi-Kostümen in Märklin-Landschaften, mit moderner CG-Technik gezeigt werden. Juhu.

Leider wird auch dieser Godzilla-Film keiner sein, der einem Nicht-Godzilla-Fan erklärt, was an Godzilla so unterhaltsam ist. So wie die Herr-der-Ringe-Filme von Peter Jackson dem Nicht-Herr-der-Ringe-Fan erklärt haben, was an Herr der Ringe eigentlich so cool ist.

Nein, auch der neue Godzilla-Film wird ein Fan-Pleaser. Good enough for me, aber meiner Freundin zu erklären, warum Godzilla cool ist, wird er mir auch nicht helfen.

Brief vom Tiermannbogenschützen Nr. 783

Liebe Mutter!

Es ist jetzt sechs Wochen her, dass dieser Heldenjunge hier entlang kam. Susan hat ein Auge auf mich geworfen, und ich muss zugeben, dass ich sie sehr bezaubernd finde. Um ehrlich zu sein, das mag zum Teil daran liegen, dass sie der einzige weibliche Satyr ist, den ich hier in der Gegend gesehen habe.

Nebenbei bemerkt, es ist erschreckend, diese Form von brutaler Geschlechterunterdrückung in der Armee der Tiermänner zu sehen. Ich bin mir sicher, dass es viele qualifizierte weibliche Satyrn gibt, die es gerne mit dem Militärdienst probieren würden. Verdammt, selbst der Name dieser Organisation ist sexistisch! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mänaden erfreut sein würden, Teil einer TierMANNarmee zu sein. Was das betrifft, so habe ich begonnen, mir Gedanken um einen umfassenderen Namen zu machen, aber ich kann mich noch nicht entscheiden, welcher davon der bessere ist. Armee der Tierpersonen? Korps der Tierleute? Meine Bemühungen wurden bislang nur verspottet, aber ich bin zuversichtlich, dass ich die hohen Tiere noch überzeugen werde. Die können sich keine Klage leisten, weil dieser Heldenjunge all unsere Truhen geöffnet und unser Gold gestohlen hat.

Ich muss jetzt gehen – unsere Späher haben den Heldenjungen am Horizont gesichtet. Vielen Dank noch einmal für dein Paket. Du hast keine Ahnung, wie sehr sich unsere Jungs über die Kekse und die Körperpanzer gerfeut haben.

Liebe Grüße,

Mark (alias Tiermannbogenschützen Nr. 783)

Let’s Retroplay: Titan Quest 2006 & Tipps & Tricks

Für den ollen Blogbetreiber war es mal wieder Zeit für ein ordentliches Hack and Slay – durch riesige, bunte Spielwelten zu rennen, Monster umzuhauen, und den Loot für stärkere Waffen auszugeben, um noch mehr Monster umzuhauen. Grafisch muss das Teil wegen mir nicht auf dem allerneuesten Stand sein, aber ein bisschen schicker als all die Diablo-2-Klone in Legend-of-Zelda-Klotzgrafik von den kleineren Entwicklern, wie es sie massenhaft gibt, sollte es dann doch sein.

Also: Diablo 2? Eh. Hab ich schon 250 Millionen mal durchgespielt. Einer der Torchlight-Teile? Hmm. Keine schlechten Games, aber irgendwie ist mir die Grafik ein wenig zu cartoon-artig: Diablo 2 für 10jährige. Dann gibt’s ja auch noch das ebenfalls sehr empfehlenswerte Path of Exile, das man sogar umsonst zocken kann. Und nicht zuletzt Diablo 3! Aber mit letzteren beiden habe ich folgendes Problem:

Path of Exile ist ein free-to-play Online-Spiel. Und bei dem full-price Diablo 3 muss man auch für den Single-Player-Mode online sein. M. a. W., wenn die Server zicken, ist nix mit zocken. Da steckt man gerade im Riesenbattle mit irgendnem Bossmonster, das endlich kurz davor ist, down zu gehen – BÄM, geht der SERVER down – „Verbindung unterbrochen“ – und alles war vergebens. Nein danke. Auch wenn’s im Falle von Path of Exile für umme ist.

Da muss Titan Quest her!

Titan Quest, 2006 auf den Markt gebracht von Iron Lore Entertainment und THQ, schien mir damals ein zu anbiedernder Diablo-2-Klon zu sein, weshalb ich es nie ausdauernd gezockt hatte. Ich hatte in Erinnerung, dass es ziemlich schick aussah, und dass die Fantasy-Motive sehr stark an real existierende Mythologien angelehnt waren. Man kämpfte nicht gegen abstruse Fantasy-Monster wie in D2, sondern gegen Biester, die einem aus der griechischen und römischen Mythologie bekannt waren: Zentauren, Harpyien, Zyklopen, Medusen etc. Das hatte was von den alten Fantasy-Filmen wie „Kampf der Titanen“ von 1981. Nice.

Wir sehen dabei zu, wie ein Akolyth (das blaue Schlangending rechts unten) einen Titanen aus seinen Ketten befreit. Unsere (das bin ich, links die Dame mit dem leuchtenden Flitzebogen, rechts daneben mein Kumpel „Mr. Tod“) Aufgabe wird es sein, alle beide umzulegen. Und das wird kein Ponyhof, Freunde!

Während also die Landschaften und die Monster in Titan Quest ansprechender waren als in D2, ergab sich schnell das Problem, dass sich in den meisten Games dieser Art auftut aufgrund ihrer Komplexität: Man verskillt sich. Irgendwann werden die normalen Gegner, die an jeder Ecke stehen, so schwer wie Bossmonster, und man muss sich eine Healthpotion nach der anderen reinziehen, um nicht von jedem Minikäfer umgehauen zu werden. Und dann macht’s halt keine Spaß mehr.

So, nun hab ich mich in Ermangelung an akzeptablen Alternativen mal ein bisschen intensiver mit TQ beschäftigt, und ich muss sagen: Es macht verdammt Laune. Ich würde mich sogar zu dem Urteil versteigen, dass das gute alte TQ eine BESSERE Alternative zu D2 ist als D3. Und ich scheine nicht der Einzige zu sein, der an Titan Quest 12 Jahre nach seinem Erscheinen noch Spaß hat. Erst 2017 wurde eine zweite Erweiterung „Ragnarök“ veröffentlicht, und in diesem Jahr soll eine Neuauflage von TQ für Playstation 4, Xbox One und später noch für Nintendo Switch erscheinen.

Sehen Sie die Holzbrücke rechts oben, wo der Bogen-Soldat steht? Von da wird das Dorf ständig von bösen Monstern angefriffen. Und wir (der mitten im Bild mit dem Speer), sollen den Monstern Einhalt gebieten. Links neben uns steht eine sehr besorgte Dorfbewohnerin, und ihr Hund kläfft ständig ganz aufgeregt Richtung Brücke. Das ist so putzig! Und macht Atmosphäre.

TQ kriegt man für wenig Gold im Internet, sei es als Hardcopy auf Amazon oder auf Steam. Als Fan von Hack and Slays und antiker Mythologie sollten Sie da zugreifen. Und damit es Ihnen nicht genau so geht wie mir mit dem Verskillen, hier ein paar Tipps & Tricks.

Geist ist geil

Wie im Vorbild Diablo 2 muss man sich auch in Titan Quest nicht den Mausfinger durch Marathon-Geklicke abbrechen, wenn man nicht will. Auch in TQ gibt es Begleiter, die für einen kämpfen. Der weitaus effektivste unter diesen Minions ist der „Leichenkönig“ aus dem Fähigkeitenbaum „Geist“. Weil er aussieht wie der Sensenmann, nenne ich ihn immer „Mr. Tod“ (wie aus dem Monty-Python-Film „Der Sinn des Lebens“ – „Es war die Lachsschaumspeise!“)

Hier bin ich mit Mr. Tod in Athen. Hier diskutieren die Einwohner auch des Nachts wichtige Themen, und zwar vor Statuen von nackten Frauen. An diesen nächtlichen Debatten dürfen offenbar auch Minderjährige teilnehmen, siehe das Kind ganz rechts im Bild. Ja, so war das damals in ther Antike.

Mr. Tod mäht mit seinen Fernangriffen fast alles nieder, insbesondere wenn man ihn und seine Zusatzfähigkeiten maxt. Aber unverwundbar ist er auch nicht. Wenn eine Gegnergruppe ihn umzingelt und fleißig auf ihn eindrischt, gibt er auch schon mal den Löffel ab. Was meistens nicht dramatisch ist, weil man einen neuen Leichenkönig nach relativ kurzer Wartezeit aus dem Boden stampfen kann. Er kostet aber einiges an Mana, weshalb man ein paar Manatränke im Gepäck haben sollte.

Und weil Massenangriffe seine größte Schwäche sind, sollte man sich auf Zauber verlegen, die Gegnergruppen schwächen oder lähmen kann. Praktischerweise bietet der Fähigkeitenbaum „Geist“ auch das: Die früh erhältliche Fähigkeit „Todesvision“ verwirrt die angreifende Monstergruppe vorübergehend, sodass diese für ein paar Sekunden ziellos in der Gegend rumzappeln, und Mr. Tod sie in Ruhe eines nach dem anderen zersplattern kann.

Eine bewährte Taktik ist auch, die Aufmerksamkeit der Gegnergruppe auf die eigene Spielfigur zu lenken, indem man sie per Fernwaffe angreift, bevor es der Leichenkönig tut. Dann laufen die Monster dir hinterher, und du läufst einfach nur im Kreis um Mr. Tod herum, der alle dummen Biester, die dir hinterherlaufen, mit seinen Todesblitzen ausschaltet, ohne selbst angegriffen zu werden.

Während Mr. Tod, oben, die ekligen Riesenkrabben wegzappt, haut der große, grün-blaue Typ mit den Hörnern zusätzlich die Monster weg. Das ist mein (ich stehe nur ganz faul am rechten Bildschirmrand rum) persönliches Bossmonster – der „Außenseiter“.

Aber nicht nur deshalb ist „Geist“ geil. Es gibt auch noch die Fähigkeit „Außenseiter“ (meine Fresse, was für eine beschissene Übersetzung) in den höheren Skill-Stufen. Das Teil ist praktisch nix anderes als das eigene Bossmonster. Der zerhackt alles und jeden – allerdings nur für 30 Sekunden, dann zerfällt er wieder, und die Aufladezeit dieses Zaubers ist ziemlich lang. Natürlich hat auch er keine Chance gegen die Super-Endbosse, aber Zwischen-Bossmonster und Mini-Bosse, die ordentlich Erfahrungspunkte einbringen, erledigt er in Nullkommanix.

Natur pur

Da wir ja zu faul sind, um bei einem Hack and Slay allzu viel selber klicken zu müssen, empfiehlt sich als zweiter Fähigkeitenbaum die „Natur“. Auch hier lassen sich Minions herbeizaubern, die nicht nur zuhauen, sondern auch schön anzuschauen sind. Zum einen gibt es die eleganten und treuen Wölfe, die gerne leichtere Gegner anknabbern, zum anderen gibt es die Waldelfe, die die Party mit Pfeil und Bogen unterstützt. Sie folgt dir fröhlich tänzelnd durch die Landschaft, und wenn du sie beschwörst, wächst eine große Blume aus dem Boden, aus deren Kelch sie herausspringt. Das ist einfach nur super-charming.

Hier beschwöre ich grad die Elfe. Sie springt fröhlich aus dem Kelch.

Außerdem bietet „Natur“ die Fähigkeit „Natur-Geist“, der deine eigenen Werte und die deiner Minions permanent erhöht. Und hier gibt’s auch die wichtige Fähigkeit „Fern-Heilung“, mit der du das Leben angeschlagener Begleiter wieder auffüllen kannst, während sie die Gegner prügeln.

Hier noch ein Postkarten-Gruppenfoto! Von links nach rechts und oben nach unten: Mr. Tod, ich, Wolf 1, Wolf 2 und die sexy Waldelfe. Dieses grünen Streifen über den Wölfen und der Elfe sind mein Waldgeist, der ihre Power erhöht. Cheese!

Der Arkanist

In späteren Levels erscheint auf dem Marktplatz der „Arkanist“. Bei dem kann man seine bisherigen Skill-Punkte gegen Geld neu verteilen, wobei jeder neu verteilte Punkt immer mehr Geld kostet. Das bedeutet: Die Gefahr einer Verskillung ist nicht so groß wie in D2, aber weil das Um-Skillen bei jedem Punkt teurer wird, sind hier Grenzen gesetzt. Auch aus diesem Grund schadet es nicht, möglichst schnell möglichst viele Golddukaten auf dem Konto zu haben, deshalb: Immer schön alles Gold aufsammeln, und die wertvollen Sachen, die die Monster droppen. Die erkennt man daran, dass ihre Schriftanzeige nicht weiß ist, sondern meistens gelb oder andere Farben. Wie in D2. Döh.

Notbremse & Fazit

So, Schluss jetzt hier. Ich hackel schon seit 3 Tagen an diesem Beitrag, den nachher doch wieder keiner von euch undankbaren, indifferenten Bit-Yuppies liest. Willste n‘ guten D2-Klon? Dann kauf nicht D3, sondern TQ.

Es gibt so viele nette Details in TQ: Da flattert ein Huhn auf diesem Stapel herum, und der Wauwau kläfft und springt drumherum. So geht Immersion!